Prof. Manfred Schneckenburger (rechts) und Prof. Wolfgang Nethöfel (mitte) im Gespräch mit Walter Urbach
Matthäuskirche Frankfurt, 8. Oktober 2013


papaver
Auslaufende Fassungen


Arbeiten auf Leinwand und Papier

Matthäuskirche

Frankfurt am Main
9.Oktober - 4.November 2013





Manfred Schneckenburger in seiner Eröffnungsrede:

Mit seinen Rollbildern bekennt sich Urbach explizit und ohne jeden Hauch von Wettstreit zur chinesischen Kunst, die ihm lebenslang, vor allem aber in den zurückliegenden produktiven vier Jahrzehnten, ein wesentlicher Zustrom war.

Dass er den vor gut zehn Jahren entstandenen Zyklus "Papaver" (Mohn) in monumentale Rollbilder fasst und so sichtbar eindeutig das ureigene Terrain seiner fernöstlichen Anreger betritt, zeigt, wie stark er sich heute weiß, wie fest er der EIGENEN Kraft vertraut - und wie recht er damit tut.

So hat Urbach ein ebenso reiches wie homogenes Spätwerk zwischen Ätna-Mohn und dem Zyklus "Papaver" geschaffen.
Die Rollbilder heben sich mit ihren Lacklasuren deutlich von den farbig kontraststärkeren Ölbildern ab. Das Landschaftliche, feurig Eruptive tritt zurück, Brüche und Risse schließen sich. Die Farben beruhigen sich, OHNE ihre leuchtende Glut zu verlieren. Schwarz und dunkles Braun sammeln sich zu machtvoll tönenden Zeichen wie Klänge von einem dunklen Gong.


Matthäuskirche
Friedrich-Ebert-Anlage 33
60327 Frankfurt am Main