Mohn Manhattan-Serie, 2004, Aquarell auf Papier, 148 x 108 cm

Manfred Schneckenburger über Walter Urbach:

Es grenzt an ein Paradox. Gegen 1970, als die Ästhetik von Fleck, Geste, Spur, Pinselschrift weithin zu dekorativen Mustern abflaut, knüpft Walter Urbach an eben diese Ästhetik an, Schlagwörter abstrakter Expressionismus, Informel. Der professionelle Lithograph und Graphic Designer wendet sich, fast 50-jährig, zur Malerei. Eine im Stillen aufregende künstlerische Biographie: ein Nachzügler, der zu seiner Generation aufschließt, die Schwächen der späten Ausläufer souverän umgeht, ein glänzendes Oeuvre nachreicht.